Interpersonelle Psychotherapie

Bei der Interpersonellen Psychotherapie (IPT) handelt es sich um eine speziell für die Behandlung von Depressionen entwickelte psychotherapeutische Methode. Eine Vielzahl wissenschaftlicher Untersuchungen hat gezeigt, dass die IPT eine hochwirksame Depressionstherapie ist.

Die IPT geht davon aus, dass verschiedene Faktoren (z.B. Vererbung, einschneidende Lebensereignisse) eine Depression verursachen können. Unabhängig von den Ursachen wirkt sich die depressive Erkrankung auf die Beziehungen zu anderen Menschen und die sozialen Rollen aus. Belastende Ereignisse können also zum Auftreten depressiver Symptome führen und eine Depression kann wiederum zur Auslösung oder Verschlimmerung zwischenmenschlicher Probleme führen.

Auf der Bewältigung dieser zwischenmenschlichen Probleme, die im Zusammenhang mit dem Auftreten der Depression stehen, liegt der Schwerpunkt der Therapie. Bei den interpersonellen Schwierigkeiten kann es sich dabei z.B. um einen Trauerprozess nach dem Verlust eines nahestehenden Menschen, um Konflikte in der Partnerschaft oder auch um eine Veränderung im Bereich der sozialen Rollen (z.B. Elternschaft, Scheidung, Arbeitslosigkeit, Berentung) handeln.

Das Ziel der IPT liegt in der Linderung der depressiven Symptomatik und der Bewältigung der interpersonellen Schwierigkeiten.

Die therapeutischen Gespräche finden in der Regel einmal wöchentlich für 50 Minuten statt. Die Therapiedauer beträgt meist 12 bis 20 Sitzungen. IPT kann mit oder ohne begleitende Medikation durchgeführt werden.

Stand: 20.09.2017
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