Psychoonkologie

Die Zeit einer Krebserkrankung ist eine Zeit der tiefgreifenden Lebenskrise, der Angst, Trauer, Verzweiflung und häufig auch der Hoffnungslosigkeit. Nichts ist mehr wie es war, der Mensch wird aus seinem gewohnten Alltag gerissen, fühlt sich existenziell bedroht, verliert den Boden unter den Füßen...

Mit diesen Auswirkungen und Belastungen, die Diagnose und Therapie einer bösartigen Erkrankung für den betroffenen Menschen und seine Angehörigen haben können, beschäftigt sich die Psychoonkologie.

Psychoonkologische Betreuung, Begleitung und Therapie von Menschen mit einer Krebserkrankung dient

Psychoonkologische Betreuung erscheint angezeigt, wenn nach der Diagnose oder im Verlauf der Therapie, aber auch noch nach deren Beendigung, länger anhaltende depressive oder starke Angstsymptome vorhanden sind. Ebenso können innere Unruhe, Reizbarkeit, Isolation, Schlafstörungen und Albträume, sowie krankheitsbedingte Konflikte im sozialen Umfeld und innerpsychische Konflikte im Hinblick auf die Behandlung, Indikatoren für eine notwendige Unterstützung sein.

Psychoonkolgie befasst sich auch mit der Erforschung von Zusammenhängen zwischen psychosozialen Faktoren und der Entstehung sowie dem Verlauf der Erkrankung. Ebenso werden die Folgen der zum Teil sehr beeinträchtigenden Behandlungen in ihren Auswirkungen auf die Lebensqualität und die Überlebenszeit untersucht. Wichtigstes Ziel dabei ist es, die gewonnenen Erkenntnisse für die psychoonkologische Betreuung zu nutzen und diese entsprechend zu verbessern.

Stand: 26.12.2017
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